Auszeit

Ja genau, schon etwas länger habe ich keinen Blogartikel mehr verfasst und das hat verschiedenste Gründe. Nichts dramatisches, aber ich möchte trotzdem ein wenig drüber schreiben. Denn schreiben macht Spaß und verpasst mir wieder Platzt in meiner geschundenen, verletzten Seele…LOL!!

Im Jahr 2015 habe ich mir viele Ziele als Fotograf gesetzt. Ich wollte es unbedingt schaffen internationale Competitions zu gewinnen, meine Bilder in bekannten Magazinen platzieren und die ersten Ausstellungen mit meinen Werken machen. Durch viel Arbeit und viele Bemühungen habe ich das auch geschafft und es war wirklich schön zu sehen, dass ich meine Ziele erreichen kann und meine Bilder international mithalten können. Das Jahr war trotzdem sehr anstrengen und es hat auch viel Kraft gekostet. Aber was genau kostet denn Kraft? Das bisschen Bilder machen?? Kann doch jeder!!

Ich kann mir vorstellen, dass so oder so ähnlich der ein oder andere über Fotografen/Künstler denkt. Eigentlich interessiert es mich wenig, wie die Vorstellung anderer aussieht, aber dennoch möchte ich erläutern, was zumindest mir manchmal die Kräfte raubt.

Ich bin seit meinem 14.Lebensjahr als Künstler unterwegs. Und Künstler zu sein habe ich mir ausgesucht und auch nicht ausgesucht. Die Kreativität ist in mir und ich kann sie nicht abstellen. Kreativität ist doch was gutes,oder? Also warum abstellen? Ich kann nur von mir sprechen und sagen, dass die Kreativität mich oft dazu bringt, nicht abschalten zu können. Stellt euch vor, dass der Kopf, das Unterbewusstsein, ununterbrochen damit beschäftigt ist, Ideen zu sammeln, nach neuen Dingen zu suchen. Tausende Gedanken, die auf einmal wild durcheinander durch den Kopf schießen und das den ganzen Tag und trauriger Weise auch oft die ganze Nacht. Das ist alles andere als schön.

Denn es sieht so aus, dass die Realität es nicht zulässt, diese Ideenflut auch wirklich umzusetzen. Hierzu fehlt es an Zeit und auch oft an finanziellen Mitteln, wenn die Gedanken zu grandios sind. Alles ist nicht möglich! Hier sind Grenzen gesetzt und diese gilt es erstmal zu akzeptieren und zu verstehen. Somit war ich lange damit beschäftigt, mich selbst zu ordnen und zu sortieren. Das dauert und dauert und dauert……Ich bin mir sicher der ein oder andere weiß wovon ich spreche. Das Künstlerleben ist kein Zuckerschlecken, denn wir haben natürlich keinen durchgestalteten Alltag, wie beispielsweise ein KFZ Mechaniker, der genau weiß, was er zu tun hat, wann er bei der Arbeit sein muss und wann er wieder nach Hause geht. Aber wie alles im Leben haben die Dinge ihre Vor und Nachteile. 🙂 Generell bin ich glücklich, dass ich mein Talent zum Beruf machen durfte und damit meinen Lebensunterhalt „verdienen“ kann.

In dieser Phase war ich aber natürlich nicht untätig und habe weiterhin daran gearbeitet, meine Kunst weiter nach Vorne zu bringen. Ich habe es nun endlich mal geschafft, meinen YOUTUBE Kanal zu eröffnen und mit einigen coolen Videos, Tutorials zu füllen. Ja und was soll ich euch sagen. Solche Videos zu machen, braucht auch Zeit und ist mit Arbeit verbunden. Bislang habe ich darauf gewartet, dass jemand zum mir kommt und die fertigen Videos in den Briefkasten legt, doch zu meiner Verwunderung habe ich jeden Tag nur Rechnungen gefunden. Versteh ich nicht!

Zudem habe ich mich darum bemüht, meine Bilder in weiteren Magazinen zu platzieren. Auch das ist gelungen, denn im bekannten BLUR MAGAZINE wird meine Fotoserie VON OBEN veröffentlicht. Wenn das mal nicht knorke ist!!! In wenigen Tagen erscheint dann auch das WSP Book 3, indem mein Bild „Laundry Day“ abgebildet ist. Ab dem 24.Juli ist es bestellbar und es gibt noch zusätzlich eine Ausstellung in Hamburg, die ebenfalls am 24.Juli eröffnet.

Zurück zum eigentlichen Thema. Ich habe in den letzten Monaten weiterhin viele Bilder gemacht. Sehr oft war ich in Köln und Umgebung unterwegs um neue Street Shots zu machen. Auch da habe ich bemerkt, dass ich ausgelaugt bin. Ausgelaugt von dem Druck, den ich mir selbst gegeben habe um noch bessere Bilder zu machen. Ausgelaugt von den ganzen Menschen, die mir auf der Straße begegnen. Von den vielen schlecht gelaunten Blicken, den Gesichtern.So viele verschiedene Energie ist manchmal schwer zu kompensieren.

Wenn ich losziehe um Fotos zu machen, versuche ich mit dem Menschen eins zu werden und in die Situation zu gehen. Jedes Mal ist Angst mit im Spiel, ob ich es will oder nicht. Fremde Menschen zu fotografieren ist immer ein Nervenkitzel, der mir viel Energie nimmt. Der Akku musste wieder aufgeladen werden. Deshalb freue ich mich auch darüber, dass ich mir eine kleine Auszeit gegönnt habe und mit neuer Energie meine nächsten Städte Trips angehen kann. Dieses Jahr geht es noch in 2 Städte und ich denke das ich mit vielen guten Bildern zurück kommen werde.

Bis dato ist noch ein wenig Zeit und ich verkürze das Warten mit ein paar neuen Bildern, aus den letzten Tagen und Wochen. Holy Noodle!!

Cheers und hoffentlich bald besseres Wetter für uns alle! 🙂

Der Christopher

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